Vialas (Lozère)

Nach dem Edikt von Nantes ist der protestantische Bevölkerungsanteil groß genug, und man beschließt 1612, auf eigene Kosten eine protestantische Kirche zu bauen. Vom Staat nur toleriert, haben die Reformierten keinen Anspruch auf irgendwelche Unterstützung.

Ein Ort des Widerstands

  • Protestantische Kirche von Vialas (Lozère) © René Laurent

Die erste protestantische Kirche ist eine bescheidene Kapelle mit aus Klimagründen reduzierten Außenöffnungen und, wie es das Edikt von Nantes verlangt, außerhalb des Dorfes errichtet.

Ab 1680, als die Widerrufung sich nähert, werden die Protestanten gezwungen, ihre Religion aufzugeben. Sie schwören ab oder emigrieren, die Katholiken bemächtigen sich der protestantische Kirche, die zur katholischen Kapelle wird. Eine Apsis aus Stein wird hinzugefügt, so entgeht das Bauwerk der Zerstörung (1680-1787).

Vialas bleibt trotzdem ein Ort des Widerstands, und während des 17. Jahrhunderts feiern die Reformierten in der Familie Gottesdienst oder versammeln sich als Gemeinde auf den Hängen von Trenze.

Mit der Revolution (1789) wird die Kapelle geschlossen.

Am 30. August 1804 übergibt der Bürgermeister, ein Protestant, dem reformierten Konsistorium die Schlüssel der alten protestantischen Kirche von Vialas.

Vialas (Lozère)

Bibliographie

  • Bücher
    • DUBIEF Henri et POUJOL Jacques, La France protestante, Histoire et Lieux de mémoire, Max Chaleil éditeur, Montpellier, 1992, rééd. 2006, p. 450
    • LAURENT René, Promenade à travers les temples de France, Les Presses du Languedoc, Millau, 1996, p. 520
    • REYMOND Bernard, L’architecture religieuse des protestants, Labor et Fides, Genève, 1996

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