Charles Mallet (1815-1902)

Charles Mallet ist Teilhaber, dann Geschäftsführer der protestantischen Bank Gebrüder Mallet und Co., die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle bei der Industrialisierung in Frankreich und im Ausland spielt.

Der Geschäftsführer der Bank Mallet auf dem Höhepunkt seiner Karriere

  • Charles Mallet (1815-1902) © Collection privée

Charles Mallet wird 1815 geboren. Als Erbe einer langen evangelischen Dynastie ist er der Sohn von Jules Mallet und Emilie Oberkampf, also der Enkel von Guillaume Mallet und Christophe Oberkampf. Er heiratet seine Cousine Lucie, die Tochter von Baron James Mallet.

Charles spielt eine beachtliche Rolle im Finanzwesen als Teilhaber, dann als Geschäftsführer der Bank, zu einer Zeit, als diese an der Gründung zahlreicher neuer Unternehmen beteiligt ist. So ist er 1852 mit den Gebrüdern Péreire Mitbegründer des Crédit Mobilier und wirkt an der Gründung der Compagnie Générale Maritime (Transatlantique)mit.

Charles ist auch Mitglied im Verwaltungsrat der Eisenbahngesellschaft PLM (Paris – Lyon – Mittelmeer), der er bis 1879 vorsteht. Er trägt zur Gründung des Crédit Agricole bei, dessen Verwalter er wird.

Charles öffnet ebenso die Bank Mallet dem Ausland. 1862 ist er an der Gründung der Kaiserlich-Ottomanischen Bank beteiligt, die die Anlage einer Anleihe von sechs Millionen Pfund Sterling gewährleistet. Diese Bank, deren Pariser Komittee Charles vorsteht, trägt dazu bei, den französischen Einfluss im Nahen Osten auszuweiten. Charles Mallet ist ebenfalls Vorsitzender der Österreichischen Eisenbahngesellschaft. Er stirbt 1902 im Alter von 87 Jahren.

Bibliographie

  • Bücher
    • CHOISY Albert, Notice généalogique et historique sur la famille Mallet de Genève, Imprimerie Atar, Genève, 1930
    • GRAND Christian, Trois siècles de banque de Neuflize, Schlumberger, Mallet 1667-1991, EPA, Paris, 1991

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