Schirmherrschaften

Zu Beginn der Dritten Republik nahm protestantische Schirmherrschaften sehr zu. Das Ziel war es, in Form von Waisenhäusern, Berufsschulen und Interventionen am Arbeitsplatz armen jungen Menschen, die unter den vielfachen Veränderungen der Industriegesellschaft litten, die Mittel für ein “ebenso nützliches wie vorbildliches” Leben zu geben.

Das Drei-Wochen-Werk (Oeuvre des Trois semaines)

  • Pasteur Eugène Bersier (1831-1889)
    Pfarrer Eugène Bersier (1831-1889) © S.H.P.F.

Der Verein, der 1881 gegründet wurde, ermöglichte Pariser Stadtkindern aus sozial schwachen Familien drei Wochen Bildungsurlaub auf dem Land.

Ecole de l'Etoile (Etoile-Schule)

Die Einrichtung wurde von Nathaniel Johnston 1878 geplant, finanziert und geschaffen. Die Grundidee war es, gewillten jungen Mädchen eine allgemeine Erziehung und eine Berufsausbildung zu ermöglichen. So wurden – ganz traditionell – Schneiderinnen und Weißnäherinnen ausgebildet. Doch die Schule begnügte sich nicht damit, sondern bot auch modernere Berufsausbildungen an, z.B. zur Buchhalterin und Postangestellten. Schließlich konnten zukünftige Arbeiterinnen der Textilindustrie Zeichenkurse und Malunterricht erhalten, was ihnen eine zusätzliche Qualifikation verlieh.

Nathaniel Johnson war Mitglied der neuen Kirchengemeinde Etoile, die 1869 gegründet wurde. Ihr erster Pfarrer, Eugène Bersier, hatte es in seinem unermüdlichen Einsatz für die Evangelisierung gleich gleich zu Beginn verstanden, seine Gemeindeglieder für die

Bedeutung konkreten Engagements zu gewinnen.

Die Schulgebäude wurden in der Avenue de la Grande Armée, in unmittelbarer Nähe der Gemeinde errichtet (daher der Name).

Auteur : Pascale Gruson

Bibliographie

  • Bücher
    • PUAUX, Frank (sous la dir. de), Les œuvres du protestantisme français au XIXème siècle, Comité protestant français, Paris, 1893

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