Museum der Cevennentäler

In diesem traditionsgemäß streng protestantischen Land formte eine schwierige Umwelt die Seele eines Bauernvolkes, deren ständiger Bezugspunkt die Bibel ist.

Das alltägliche Leben mitten im Herzen der Cevennen

  • Vieux pont de Saint-Jean-du-Gard
    Alte Brücke von Saint-Jean-du-Gard © O. d'Haussonville

Das Musée des Vallées Cévenoles in Saint-Jean-du-Gard schildert das alltägliche Leben der Bauern und Handwerker in den traditionellen Cevennen. Nach einer allgemeinen Darstellung, in der die Geschichte der Reformation den ersten Platz einnimmt, lernt der Besucher das materielle Leben der Bewohner der Cevennen kennen : vom Bau der Terrassen, auf dem Rücken der Männer, bis zu Methoden des Pflügens, hauptsächlich unter Einsatz der Arme, über hydraulische Fragen, wo das Wasser sowohl zerstörerisch erscheint mit seinen sintflutartigen Mengen als auch absolut lebensnotwendig.

Der Besucher erkennt, dass das Überleben der Menschen in diesem Land nur ein langer erbitterter Kampf mit einer Natur war, die es zu besiegen galt.

Alles, auch die Landschaft, ist hier das Werk der menschlichen Hände. Danach kommen die Tätigkeiten in der landwirtschaftlichen Produktion und der Viehzucht : Getreide, Weinbau, Bienenstöcke, Schafe, Ziegen, Schweine und Obsternte. Eine große Bedeutung wird den Kastanienbäumen und der Seidenraupenzucht eingeräumt, die durch die Seidenspinnerei ergänzt wird ; das sind zwei Pfeiler der Zivilisation der Cevennen : « l’arbre à pain » et « l’arbre d’or » (Baum des Brots und Baum des Goldes).

Im Rahmen der Rekonstruktion des Wohnraums werden Mobiliar und häusliche Utensilien gezeigt : Wärme, Beleuchtung, Konservierung, Zubereitung und Verzehr von Nahrungsmitteln, Entspannung und Pflege des Körpers und auch der Seele. Mit Hilfe der Archive einer Familie im Borgnetal verfolgt man in den Zimmern ihre religiöse Geschichte, auch in der Zeit der Verborgenheit, ihre Frömmigkeit , ihr Festhalten am reformierten Glauben seit ihrer Konvertierung zur Reformation gegen 1560 bis zum ‚Toleranzedikt’ von 1787.

Saint-Jean-du-Gard im Herzen einer Region, die André Chamson « la Cévenne des Cévennes » taufte, erinnert uns an das Erbe der Cevennen mit der Landwirtschaft, dem Handwerk, der Industrie und den volkstümlichen Traditionen.

Musée des Vallées Cévenoles
30270 Saint-Jean-du-Gard
Fax : 04 66 85 13 61

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