Henri IV (1553-1610)

König von Navarra (1572), König von Frankreich (1589)

Nach der Thronbesteigung stellt Henri IV den bürgerlichen Frieden wieder her.

Die „Bluthochzeit“

  • Henri IV (1553-1610)
    Heinrich IV. (1553-1610) © S.H.P.F.
  • Moncontour (1570)
    Moncontour (1570) © S.H.P.F.

Heinrich von Navarra ist der Sohn von Antoine de Bourbon, dem Nachkommen des Heiligen Louis und ersten Prinzen von Geblüt, und von Jeanne d’Albret, der Königin von Navarra. Beide sind Protestanten.

Sehr jung gerät er in die Religionskriege. 1568 kämpft er zum ersten Mal in La Rochelle.

Am 18. August 1572 wird seine Hochzeit mit Marguerite de Valois, Tochter von Heinrich II. und Katharina von Medici und Schwester des Königs Karl IX., in Paris gefeiert. Diese Heirat sollte ein Zeichen der Inneren Versöhnung im Königreich sein. Sie erweist sich als Sprengstoff. Heinrich von Navarra, der Hugenotte geblieben ist, nimmt nicht an der Messe in Notre – Dame teil. Er erhält den Segen auf dem Vorplatz der Kirche. Ausserdem verschärft die Anwesenheit der wichtigsten Hugenottenführer, die zu den Feierlichkeiten in die Hauptstadt gekommen waren, die Spannung in Paris. Die “Bluthochzeit” und das Blutbad der Bartholomäusnacht vom 24. August 1572 sind nicht voneinander zu trennen.

Der Führer des protestantischen Lagers

  • Henri III de Navarre et Marguerite de Valois
    Henri III de Navarre et Marguerite de Valois © Collection privée
  • La Saint Barthélemy : 24 août 1572 à Paris
    La Saint Barthélemy : 24 août 1572 à Paris © S.H.P.F.

Als Prinz von Geblüt bleibt Heinrich von Navarra in der Bartholomäusnacht verschont. Er wird gezwungen, seiner Religion abzuschwören, und wird Gefangener des Hofes. Nach 3 Jahren gelingt es ihm zu entkommen. Er kehrt in seine Länder von Navarra zurück, bekehrt sich wieder zum Protestantismus und übernimmt die Führung des protestantischen Lagers.

Der Tod des Herzogs von Alençon, des letzten Bruders von König Heinrich III., macht ihn 1584 zum Thronerben.

1558 bedroht die von Spanien unterstützte Liga ernstlich die Herrschaft von Heinrich III. Heinrich III. nähert sich Heinrich von Navarra an und beide belagern 1589 gemeinsam das von der Liga beherrschte Paris. Heinrich III. wird von einem ligatreuen Mönch, Jacques Clement, ermordet, nachdem er Heinrich von Navarra als seinen Erben bestätigt hat.

Eroberung und Befriedung des Königreiches.

  • Accord de Henri III avec Henri de Navarre (1588)
    Einigung Heinrichs III. mit Heinrich von Navarra (1588) © S.H.P.F.
  • La Ligue : procession à Paris le 10 février 1593
    Die Liga: Prozession in Paris am 10. Februar 1593 © S.H.P.F.
  • Assassinat du Duc de Guise
    Ermordung des Herzogs von Guise (1588) © B.P.U. Genève
  • Assassinat d'Henri III par Jacques Clément
    Ermordung Heinrichs III. durch Jacques Clément © B.P.U. Genève

Heinrich von Navarra wird König Heinrich IV.. Er erbt ein zerstörtes, geteiltes, teilweise von Spanien besetztes Königreich. Er muss es erobern. Im März 1590 bahnt die berühmte Schlacht von Ivry den Weg zur Belagerung von Paris.

Die erneute Bekehrung von Henri IV zum Katholizismus im Jahre 1593 und seine Krönung in Chartres 1594 erleichtern den Anschluss de Katholiken, versetzen jedoch den Protestanten einen gewaltigen Schlag. 1594 hält der König triumphal Einzug in Paris.

Er muss noch die Liga auflösen. Dazu erklärt er Spanien den Krieg. Nach einem dreijährigen Krieg, der mit dem Frieden von Vervins (1598) endet, verlassen die Spanier das Königreich. Die Bretagne, die sich in der Hand des letzten Prinzen der Liga, des Herzogs von Mercoeur, befindet, unterwirft sich im Frühling 1598.

Der Religionsfrieden : Das Edikt von Nantes

  • Conversion d'Henri IV (1593)
    Bekehrung Heinrichs IV. (1593) © B.P.U. Genève
  • Marie de Medicis par Pourbus
    Marie de Medicis par Pourbus © Galerie Palatine

1598 wird das Edikt von Nantes unterzeichnet, das die Wiederherstellung des Religionsfriedens im Königreich ermöglicht.

Der König gebietet dem Parlament die Bestätigung des Ediktes.

Die Worte, mit denen Heinrich IV. das Parlament auffordert, das Edikt von Nantes zu bestätigen :

“…Man soll keinen Unterschied mehr machen zwischen Katholiken und Hugenotten, sondern alle sollen gute Franzosen sein. Ich bin König und Schäfer, der das Blut seiner Schafe nicht vergiessen will, sondern der sie mit Milde und nicht mit Gewalt zusammenbringen will.”

Heinrich IV. sorgt für Sicherheit in den Provinzen und schafft neuen Wohlstand in seinem Reich.

Er wählt katholische und protestantische Berater. Sully, ein Protestant, wird 1595 zum Berater ernannt. Er ist sein wichtigster Minister, der die Finanzen des Landes wieder in Ordnung bringen soll.

Landwirtschaft und Viehzucht werden gefördert, ebenso die Industrie. Die Infrastruktur -Brücken, Strassen, Kanäle, Leuchttürme – wird wieder aufgebaut.

1595 erreicht Heinrich IV. die Aufhebung seiner Heirat mit Marguerite de Valois (Königin Margot), die ihm keinen Erben geschenkt hat. Er heiratet 1600 Maria von Medici, die Nichte des Großherzogs der Toskana.

Eine Kriegsdrohung

  • Édit de Nantes (1598)
    Edikt von Nantes (1598) © S.H.P.F.
  • Enregistrement de l'Édit de Nantes par le Parlement de Paris
    Die Registrierung des Edikts von Nantes durch das Gericht von Paris © S.H.P.F.

1601 führt er einen Feldzug gegen den mit Spanien verbündeten Herzog von Savoyen und gewinnt mit dem Vertrag von Lyon insbesondere die Gebiete von Bresse und Gex.

Um sich gegen eine Allianz zwischen den österreichischen und spanischen Habsburgern zu wappnen, verbündet sich Heinrich IV. mit den deutschen Protestanten der evangelischen Union und bereitet den Krieg vor.

Die Ermordung des grossen Königs

  • Sully (1559-1641)
    Sully (1559-1641) © S.H.P.F.
  • Grand dessein d'Henri IV (vers1600) Projet pour le Louvre
    Grand dessein d'Henri IV (vers1600) Projet pour le Louvre © Musée de Fontainebleau

Als das Königreich einen bemerkenswerten Wohlstand erreicht hat und innerer Frieden herrscht, wird Heinrich IV. am 14. Mai 1610 von einem fanatischen Anhänger der Liga namens François Ravaillac ermordet.

La jeunesse d’Henri

  • Assassinat de Henri IV par Ravaillac (1610)
    Ermordung Heinrichs IV. durch Ravaillac (1610) © S.H.P.F.

Henri né au château de Pau en 1553, est le fils d’Antoine de Bourbon, premier prince du sang, et de Jeanne d’Albret (1528-1572), qui devient reine de Navarre en 1555 à la mort de son père Henri d’Albret et qui adhère à la Réforme en 1560.

Placé par son père à la cour de France en 1561, le jeune Henri y reste jusqu’en 1567 comme garant de l’entente entre la monarchie et la reine de Navarre.

Mêlé très jeune aux guerres de religion, il fait ses premières armes en 1568 en participant avec le parti protestant à la troisième guerre de religion qui se déroule principalement en Poitou, en Saintonge et en Guyenne et qui sera marquée par la victoire des catholiques à Jarnac (13 mars 1569) où meurt le prince de Condé et à Moncontour (3 octobre 1569) où l’Amiral de Coligny blessé réussit à s’enfuir.

Bibliographie

  • Bücher
    • BABELON, Jean-Pierre, Henri IV, Fayard, Paris, 1982, Volume 1
    • BARNAVI, Elie, La guerre des trois Henri 1573-1598, Perrin, Paris, 2006, Volume 1
    • BAYROU, François, Henri IV, Flammarion, Paris, 1994, Volume 1
    • GARRISSON, Janine, Henri IV, Le Seuil, rééd. 2008, Paris, 1984, Volume 1
    • GARRISSON, Jeanine, Henri IV, le roi de la paix, Tallandier, 2006, Volume 1
    • LE ROY LADURIE, Emmanuel, Henri IV ou l’aventure, Bayard, Paris, 2005, Volume 1
    • PETITFILS, Jean-Christian, L’assassinat d’Henri IV, mystère d’un crime, Perrin, Paris, 2009, Volume 1
  • Artikels
    • Bulletin de la Société des sciences, lettres et arts de Pau et du Béarn, 1984, Henri de Navarre et le royaume de France
    • Bulletin de la Société des sciences, lettres et arts de Pau et du Béarn, 1984, Henri de Navarre et le royaume de France

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