Die Familie Du Guernier

Eine protestantische Familie von Miniaturmalern

Félibien, einem mit Louis Du Guernier eng befreundeten Gelehrten zufolge, war der Begründer der Familie, ein Mann, “der im Parlament von Rouen ein gewichtiges Amt innehatte”, aber dann in den Religionskriegen seinen ganzen Besitz verlor.

Sein Sohn Alexandre I. ging ins englische Exil und war nach seiner Rückkehr nach Frankreich “gezwungen zu beginnen, Miniaturen zu malen”, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und seine Familie durchzubringen. Er hatte Marie Dauphin, die Tochter eines Malers aus Troyes geheiratet. Sein frühzeitiger Tod lässt mehrere Kinder in Armut zurück. Der Älteste, Louis, der Familienvorstand wird, tritt in die Fußstapfen seines Vaters und wird ebenfalls Miniaturmaler.

Mehrere der anderen Kinder ergreifen den gleichen Beruf an der Grenze zwischen Kunst und Handwerk :

  • Pierre, 1614 geboren, wird 1663 von der Akademie zugelassen und als Miniaturmaler aufgenommen. Am 27. Oktober 1674 wird er auf dem Friedhof Saints-Pères beerdigt.
  • Alexandre II. ist Maler des Königs. Er wird am 22. September 1655 auf dem Friedhof Saints-Pères beigesetzt.
  • Suzanne ist auch eine begabte Zeichnerin. Sie heiratet in erster Ehe den Ingenieur Nicolas Colsonnet ; verwitwet, geht sie am 13. Januar 1641 in der reformierten Kirche in Charenton mit dem Maler Sébastien Bourdon eine zweite Ehe ein. Sie stirbt im September 1658 und wird auf dem Friedhof Saints-Pères begraben.

Bibliographie

  • Bücher
    • FELIBIEN A., Entretiens sur les vies et les ouvrages des plus excellents peintres anciens et modernes, Paris, 1666-1668
    • JAL A., Dictionnaire critique de biographie et d’histoire, Plon, Paris, 1867, Volume 4
    • MONTAIGLON, Anatole de (sous la direction de), PV de l’Académie royale de peinture et de sculpture
    • THUILLIER J., Catalogue de l’exposition Bourdon, Montpellier-Strasbourg, 2000-2001

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